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Bedrohte indigene Wölker - am Fallbeispiel Namibias

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Namibia als Vielvölkerstaat:

Allgemeines:
Hauptstadt: Windhoek
Fläche: 824 000 km²
Einwohner: ca. 1 600 000; daraus ergibt sich eine geringe BV - Dichte von 1,9 Ew/km²
Religionen: 90% Christen; ferner Naturreligionen
Inflation: 9,3%
Arbeitslosigkeit: ca.40%
Analphabetenquote: ca.50%
Klima: subtropisch-kontinental mit starken tages- und jahreszeitlichen Schwankungen;
stark schwankende Regenfälle, die von Südwesten nach Norden zunehmen.
Landwirtschaft: im Süden v.a. Schafe, nach Norden hin zunehmend Rinderzucht, Ackerbau nur im äußersten Norden möglich (1% der Fläche eignet sich zum Ackerbau)
  • Bevölkerungsübersicht:
Die Bevölkerung Namibias teilt sich in 11 ethnische Gruppen.
Die Regierung Namibias verfolgt eine Politik nach dem Motto: "One Namibia - one Nation".
Auf den ersten Blick eine lobenswerte Zielsetzung.
Jedoch ist die Gefahr einer zu stark forcierenden Politik gegeben, als dass von kleinen ethnischen Gruppen so große Anpassungsprozesse erwartet werden, dass sie ihre Identität verlieren.
  • Buschmänner
An Namibias Grenzen zu Botswana leben die San - bei uns besser bekannt als "Buschmänner". Ihre Geschichte ist von Vertreibung und Ausbeutung geprägt. Von den Buren wurden sie gezwungen, auf Farmen zu arbeiten; später wurden sie von der südafrikanischen Armee zwangsrekrutiert. Heute dürfen sich nicht mehr jagen, denn Wildtiere sind geschützt. Die San leben ohne Schulen, ohne Gesundheitsversorgung und ohne Erwerbsmöglichkeiten. Sie haben die geringste Lebenserwartung aller Völker im südlichen Afrika.
1991 stellte die Regierung von Namibia ihnen Land zur Verfügung, doch es fehlen die Mittel, dieses Land zu bearbeiten. Seit 1994 werden die San von unseren Projektpartnern unterstützt. Es konnten bereits Rinder gekauft werden. Außerdem erhalten die Kinder nun Schulunterricht. Sie lernen die Landessprache ebenso kennen wie ihre eigenen Traditionen. So steigen die Chancen, zukünftig ihre Interesse besser vertreten zu können.
  • Himba - Die Nomaden Namibias
Ihr Lebensraum reicht heute im Kaokoveld bis zum Kunene an der angolanischen Grenze.
Die Vegetation dieser Landschaft ist dürftig, das Land ist bergig.
Neben Rinderzucht gibt es Mais- und Kürbisanbau.
Es werden aber auch Ziegen und Schafe gehalten.
Zur Zeit gibt es ca. 5 000 Himba, die eine Fläche von knapp 50 000 km² bewohnen.
Ökologische Gefahren:
  1. Durch Überweidung Vegetationsschäden
  2. Wassermangel
  3. "Verbuschung"
Die ursprüngliche Lebensweise der Himbas in "reiner" Form ist praktisch nicht mehr anzutreffen.
  • Viele kamen im Laufe des Bürgerkrieges mit den "westlichen Errungenschaften" in Berührung;
  • Später wurde das Kaokoveld mit den Himbas zu einer Touristenattraktion
  
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